
Ein DDR-Bürger, unterwegs zwischen Texas und Bulgarien, Paris und Moskau, New York und Los Angeles: Am 09. Januar 2009 hätte Heiner Müller seinen 80. Geburtstag gefeiert. Selten hat ein Schriftsteller in Deutschland so viele Facetten ausgefüllt: Müller war Dichter, Dramatiker, Theaterpraktiker, Dramaturg, Regisseur, Intendant und Integrationsfigur für Intellektuelle in Ost und West. Er schrieb (nach 1979):
»MANCHMAL WENN ICH MEINE PRIVILEGIEN GENIESSE
Zum Beispiel im Flugzeug Whisky von Frankfurt nach
(West)Berlin
Überfällt mich was die Idioten vom SPIEGEL meine
Wütende Liebe zu meinem Land nennen
Wild wie die Umarmung einer totgeglaubten
Herzkönigin am Jüngsten Tag«.
Der Berliner Filmemacher Christoph Rüter und sein Co-Autor, der Theaterwissenschaftler Thomas Irmer sind den Spuren Heiner Müllers in Bulgarien, Berlin, Paris und den USA gefolgt und sprachen mit Margarita Broich, Durs Grünbein, Jean Jourdheuil, Mark Lammert, Brigitte Maria Mayer, Jeanne Moreau, Katja Lange-Müller, Robert Wilson u.a.
Ab dem 16. April läuft ihr Film »Heiner Müller: Ich will nicht wissen, wer ich bin« (3sat, D 2009, 60 min) im Lichtblick-Kino und anderen Häusern. Als Vorfilm wird »Cameos« gezeigt, ein kurzer Dokumentarfilm ebenfalls von Christoph Rüter, ebenfalls über Heiner Müller.
Einsatzzeiten im Lichtblick-Kino, Kastanienallee 77, 10435 Berlin:
Do 16.04. 19:30 Uhr / Sa 18.04. 19 Uhr (der Regisseur ist anwesend) / So 19.04.+ Mo
20.04.+ Mi 22.04. 19 Uhr Sa 25.04. + So 26.04. 16 Uhr / Mo 27.04.+ Di
28.04.+ Mi 29.04. 17:30 Uhr.
(Foto: Presse, Gedicht »MANCHMAL WENN ICH MEINE PRIVILEGIEN GENIESSE«: © Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main)
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