Auf Randstand: Prolog 3

»Lieber neurotisch als cool«
Ausstellung zur dritten Ausgabe von Prolog – Heft für Zeichnung und Text
Thema: Rand
22. bis 30. November 2008
Berlin, Prenzlauer Berg
Wenn Markt und Mitte bröckeln, ist der Rand seit Jahren darauf vorbereitet. Mit der Romantik geographischer, emotionaler oder und / oder kultureller Randlagen hat das nichts zu tun. Es wird aber interessant. Und dass Schluss mit lustig ist, dazu brauchte es nicht erst Peter Hahne. Jetzt, wo es wirklich soweit ist, darf gefeiert werden. Ohne Sonnenbrillen in der Nacht, dafür so überdreht wie möglich. Dem Herbst des Jahres 2008 wird besser neurotisch als cool begegnet. Ende November findet in den Hallenkellern der Königsbrauerei Saarbrücker Straße die Ausstellung zur dritten Nummer des Prolog – Heft für Zeichnungen und Text statt. Es ist gleichzeitig das einjährige Jubiläum des Heftes, ein bis jetzt geglücktes Spiel gegen die Zeit. Die Ausstellung wird von allen am Heft beteiligten Künstlern selbst kuratiert. Wie in den vorherigen Ausgaben wurden Gedichte, Texte und Zeichnungen zum Thema zur Veröffentlichung eingereicht. Es geht dem Heft nicht darum, endgültige Klarheit zu schaffen, sondern um Öffnungen in einem Zeitmoment. Prolog versteht sich als künstlerische und methodische Plattform und sieht sich selbst als Baustein neben anderen, auch als Versuch gegenseitiger Verdichtung und Versicherung angesichts einer profit- und profilsüchtigen Elitenkultur.
Wann?
Sonnabend, 22. November 2008 bis Sonntag, 30. November 2008
Eröffnung
am 22. November 2008, 18.00 Uhr, danach täglich von 14.00 bis 20.00 Uhr
Programm:
Thomas Brasch (1945 – 2001), »Frauen Krieg Lustspiel« (1989), adaptiert von Moritz Richard
Henri Michaux (1899 – 1984), »Der Gänze entgegen. Aneignung und Enteignungen« (1973), umgesetzt von Kitty Baar
Roland Schmidt, Klangspiel Bluthuhn, E- Gitarre und Verstärker
Videoarbeiten der beteiligten Künstler
Noisekonzert in Kooperation mit DIENSTbar
am 29. November 2008, 21.00 Uhr
(siehe Flyer unten)
Wo?
Hallenkeller der Königsbrauerei Straßburger Straße 53 (Nähe U-Bahn Senefelder Straße/U2, Rosa-Luxemburg-Platz, Prenzlauer Allee/Straßenbahnen M8 und M2))
Wer?
Prolog wird von Anton Schwarzbach herausgegeben (Künstler in Heft 3 siehe Flyer oben, vergrößerbar). Das Heft erscheint in loser Folge halbjährlich.

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